E-Learning

Unter Berücksichtigung einer ausreichend weiten Begriffsbildung legen wir für das E-Learning einen Arbeitsbegriff zugrunde, der auch die technologischen Aspekte der verschiedenen Arbeitsphasen in den Blick nimmt. E-Learning sind alle Arten und Formen des Lernens und Lehrens in der Aus-, Weiter- und Selbstbildung, die beim Gestalten, Organisieren und Realisieren der Prozessabläufe digitale Materialien und/oder IuK-Technologien verwenden (Köhler & Ihbe 2006).

Die Technische Universität Dresden (TUD) zählt – im Verbund des Bildungsportal Sachsen und nicht nur in der sächsischen Hochschullandschaft – zu den E-Learning-Pionieren (vgl. Buch & Hener 2006; Saupe et al. 2009). Insgesamt wurden in den vergangenen Jahren in Sachsen vielfältige Initiativen und Maßnahmen ergriffen, die zu einer nachhaltigen Verstetigung des E-Learning in der akademischen Aus- und Weiterbildung führen sollen.

Vergleicht man jedoch den Stand der Nutzung dieser Medientechnologien an den Hochschulen Sachsens, aber auch innerhalb der großen Hochschulen des Freistaates, so zeigt sich ein hohes Maß an Heterogenität zwischen den einzelnen Fachbereichen. Es ist aber auch zu beobachten, dass die einheitliche Anbindung von Informationsbeständen der Sächsischen Landes-, Staats- und Universitätsbibliothek (SLUB) an das weit genutzte Lernmanagementsystem, die Einführung virtueller Semesterapparate oder die Integration der dabei genutzten Datenbanken und Redaktionssysteme weit fortgeschritten ist. Diese Heterogenität ist einerseits in den unterschiedlichen Bedarfen der Lehrenden begründet, andererseits in der Komplexität der zu bewältigenden Anforderungen und einer damit einhergehenden Unübersichtlichkeit. Hier geht es nicht schlechthin um das Implementieren technisch-technologischer Neuerungen, sondern um einen außerordentlich facettenreichen Übergang zu einer neuen Lern- und Lehrkultur, der wiederum Bestandteil eines umfassenden Hochschul-Reformprozesses (auch im Kontext der Deklaration von Bologna) ist. Es verwundert daher nicht, dass gerade die eher medienaffinen Lehrenden mit teils sehr fortgeschrittenen Lösungen experimentieren, während die große Zahl der Lehrenden kaum einen Nutzen sieht oder aber keinen Zugang findet. So ist zu untersuchen, welche Werkzeuge Grundlage künftiger Nutzungsformen sein werden und welche Begründungen diese in der kooperativen Nutzungen des Lehr-Lern-Handelns erfahren (können). Auf diesem Wege solle der state-of-the-art der Nutzung von Medientechnologien für die akademische Lehre nachhaltig erschlossen werden.

Weitere Informationen zum Cluster E-Learning und Kontakt:
e-learning(at)escience-sachsen.de

Geförderte Forschungsvorhaben im Cluster E-Learning: hier

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