E-Business

Der Schritt zur E-Science ist wegen der Vielfältigkeit, des Wertes und der Verletzlichkeit der Ressourcen deutlich schwieriger als der zum World Wide Web, denn er fußt auf neuen Softwaremechanismen zur Verteilung von Ressourcen und einer erheblichen Leistungssteigerung der Kommunikationsnetze. Er wird daher nicht nur der Wissenschaft einen starken Impuls geben, sondern die gemeinsame Nutzung von Ressourcen in Wirtschaft und Verwaltung, und schließlich auch im privaten Bereich, vorantreiben. E-Business verlangt in diesem Kontext verteilte Problemlösungsverfahren und verteilte Entscheidungsunterstützung, so dass Konzepte wie Knowledge Discovery in Databases, Data Warehousing und Multiagentensysteme im Kontext von E-Business-Applikationen Anwendung finden können, um zukünftigen Herausforderungen gewachsen zu sein.

1989 wurde mit dem World Wide Web ein System geschaffen, das nicht nur den privaten Bereich umgewälzt hat, sondern auch insbesondere Geschäftsprozesse und deren wissenschaftliche Analyse stark beeinflusste. Wertschöpfungsketten sind nun elektronisch miteinander verknüpft, global verteilte Projektteams arbeiten zusammen, um Produkte oder Dienstleistungen zu entwickeln und zu verkaufen. Zum einen wurden dadurch für Unternehmen Kosten eingespart, zum anderen Einkünfte erhöht. Dabei besteht großes Potenzial, die komplexen Phänomene integriert im Sinne der E-Science und dabei auch die E-Science selbst in diesem Zusammenhang zu untersuchen, um zum einen Erkenntnisgewinn zu erzielen, der zum anderen positiv in die Wirtschaft fließen kann.

Alle Artefakte, zum Beispiel auch Lernangebote am Arbeitsplatz zur beruflichen Weiterbildung, lassen sich als Produkte oder Dienstleistungen betrachten, die mit allen Abnehmern so effizient wie möglich zu verbinden sind – der Zugriff auf Informationen wird einfacher, Entwicklungszeiten von Produkten oder Dienstleistungen verkürzt und damit verbundene Kosten reduziert. Das ist für das E-Business ein entscheidender Erfolgsfaktor und verlangt die Untersuchung nach so genannten System-Level-Konzepten. Ein Fortschreiten des E-Business wird einen zunehmenden Umbau von Unternehmen nach sich ziehen. Unternehmen werden sich stärker als bisher in Kompetenzzentren gliedern, die noch klarer definierte Services erbringen. Das wird die Auslagerung oder Verselbstständigung solcher Services erleichtern, die allerdings der Unterstützung der Möglichkeiten der IT bedürfen. Genau an dieser Stelle liegt das Forschungspotenzial des Clusters E-Business. Der erwartete Erkenntnisgewinn über die Entwicklung und Auswirkungen des E-Business sind in nachhaltige Konzepte zu übertragen, die nutzenstiftend in der Wirtschaft Anwendung finden können und an dieser Stelle insbesondere auch die sächsische Wirtschaft stärken können.

Weitere Informationen zum Cluster E-Business und Kontakt:
e-business(at)escience-sachsen.de

Geförderte Forschungsvorhaben im Cluster E-Business: hier

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